Yoga

Hingegen dem Glauben der westlichen Kultur, das Yoga einfach eine weitere Sportart ist, ist es ein ganzheitliches System das sowohl den Körper, als auch den Geist miteinbezieht. Es ist eine Art zu Leben. Es gibt es 5 Wege des Yoga - Bhakti Yoga (Hingabe an das Göttliche), Jnana Yoga (Erkenntnis), Karma Yoga (Handeln), Raja Yoga (Kontrolle des Geistes) und Hatha Yoga (Kontrolle der Energie). Jeder dieser Wege hat einen anderen Aspekt des Yoga im Fokus. Natürlich hat jeder Weg seine Wichtigkeit und im Grunde sind sie auch alle miteinander verstrickt, aber ein Yogi hat meistens Schwerpunkte in ein oder zwei dieser Wege. In den sogenannten Yoga-Stunden beschäftigt man sich meistens mit Hatha Yoga. Dieser Weg beinhaltet die Asanas, Pranayamas und Meditationen (siehe unten).

Asanas

Eine Asana ist eine Körperstellung im Yoga. Es gibt viele verschiedene und jede hat andere Wirkungen im Körper. Man bezieht hier aber nicht nur die Wirkungen des physischen Körpers, wie Stärkung, Dehnung, Kompression etc., ein, sondern auch die energetischen Wirkungen, wie die Aktivierung der Chakren, Öffnung des Herzens, den Energieaustausch mit der Umgebung oder den Energiekreislauf im Körper. 

Pranayamas

Die Atmung ist ein Weg um aktiv in unser Nervensystem einzugreifen. Aufgrund von gesellschaftlichen Prägungen und Dauerstress atmen wir die meiste Zeit sehr flach in die Brust hinein. Diese Atmung aktiviert das sympathische Nervensystem - also den Teil der für Flucht und Angst verantwortlich ist. Es erzeugt also noch mehr Stress in unserem Körper, der sich natürlich auch auf mentaler Ebene manifestieren kann.
Atmen wir aber mit tiefen Atemzügen in den Bauch hinein können wir bewusst das parasympathische Nervensystem aktivieren, welches bei Entspannung und Sicherheit präsent ist. Das ultimative Ziel des Pranayama ist allerdings die Atemstille - also das Luftanhalten. Man erzeugt damit für einen Moment absolute meditative Stille im Körper und im besten Fall auch im Geist.
Pranayama sind also Atemübungen oder die Schulung der Atmung die, bei mehrfachem Üben, die Atmung nachhaltig verlangsamen und vertiefen soll. Prana ist die Lebensenergie die in unserem Körper fließt. Diese verteilen wir durch die Atmung.

Meditation

Meditation ist das zur Ruhe bringen des Geistes. Es gibt unterschiedliche Arten der Meditation, wie zum Beispiel Mantrameditationen, geführte Meditationen oder freie Meditationen und Vorübungen wie Konzentrationsübungen, Visualisierungsübungen oder auch Pranayama.
Während der Meditation ist einer der wenigen Zeitpunkte in dem unser Bewusstsein aktiv und unsere Gedanken inaktiv sind.